Eröffnung des neuen PRIMARK Stores in Köln

Am Neumarkt in Köln erstreckte sich am Freitag (02.Mai.2014) eine 200 Meter lange Schlange vor dem nagelneuen PRIMARK Store, der um Punkt 10 Uhr seine Tore öffnete. Einige standen bereits seit 6.00 Uhr morgens vor dem Fashiondiscounter. Sicherheitsdienste und die Polizei kontrollierten die Menschenmassen durch Absperrgitter und Anweisungen. 

Die Filiale wurde noch kurz vor der Eröffnung ein letztes Mal auf Hochglanz poliert, denn bereits vor der offiziellen Eröffnung durften sich Pressevertreter, Blogger und Modefachleute bereits ein Bild von dem neuen Store machen und hinter die Kulissen schauen.

Die Filiale gehört zu einer der größten in Deutschland. Auf 8435 Quadratmetern verteilt auf vier Etagen werden die billigen Textilien die unter dem Motto “Amazing Fashion – Amazing Prices“ angeboten – eine Jeans gibt es schon ab sieben Euro! Ein besonderes Highlight im Kölner Primark ist die Sammelumkleidekabine für Frauen. Im „Show Room“ können die Primark Fans nun ihre neue Mode direkt den Freundinnen präsentieren und bewerten lassen. „Alle KölnerInnen, die Qualität, Auswahl und attraktive Preise lieben, haben ab sofort ein neues Einkaufsziel“ so äußerte sich Vorstandsmitglied O´Donoghue in seiner Eröffnungsrede. „Mit Primark dürfen wir einen echten Publikumsmagneten in Köln begrüssen“ so O´Donoghue weiter. Er sollte im Anblick auf die Schlange vor der Tür recht behalten. Vor der Tür warteten hunderte Schnäppchenjäger, die pünktlich um 10 Uhr mit großem Getöse den Laden stürmten.

Primark verleiht der Stadt Köln wichtige wirtschaftliche Impulse. Es wurden knapp 800 neue Arbeitsplätze geschaffen und jede Nacht füllen 50 Mitarbeiter die Regale und Kleiderständer auf, dennoch ist der Billigretailer umstritten: „Der Kunde sollte hinterfragen, wie ein Preis von sieben Euro für eine Jeans möglich ist“, mahnen die Kritiker. Trotzdem erfreut sich Primark größter Beliebtheit: Es wurden 2500 Kunden am ersten Eröffnungstag in Köln erwartet. Die Fans warten schon seit Stunden um eine Handtasche für acht Euro oder T-shirts für drei Euro zu ergattern. Primark wirbt mit extremen Tiefstpreisen, nur wenige Kleidungsstücke kosten mehr als 30 Euro.

Doch was steckt hinter diesem Billigniveau?

Die Kleidungsstücke werden überwiegend in Südostasien produziert. Erst kürzlich jährte sich das große Unglück in der Textilfabrik in Bangladesch bei der über 1100 Menschen starben. Kurz horchte die Welt auf und erfuhr Einzelheiten über die katastrophalen Produktionszustände unserer Kleidung. Eine dieser Fabriken produzierte auch für Primark. Immer wieder sind die schlechten Arbeitsbedingungen in den Fabriken ein Thema in den Medien – Näherinnen sollen bis zu sieben Tagen in der Woche, zwölf Stunden am Stück schuften. Die Umwelt wird durch die Herstellung von Billigkleidung belastet, denn die Kunstfasern werden überwiegend aus Öl hergestellt und der enthaltene Baumwollanbau benötigt viel Wasser und jede Menge Chemikalien. Primark steht für die schlechten Arbeitsbedingungen und die Nichteinhaltung von Umweltauflagen in der Kritik, wehrt sich aber mit einer Initiative für Fairen Handel und der Umsetzung von Umweltmaßnahmen wie Recycling und kontrolliertem CO2 Ausstoß.

Doch all diese Argumente scheinen die Zielgruppe nicht zu interessieren. Während eines Interviews mit einem lokalen Fernsehsender gab ein Mädchen an, dass ihr die Produktion der Kleidung völlig egal sei und sie sich auch keine Gedanken darum machen wird. Viel zu verlockend sei es, die neusten Trends zu Billigpreisen zu shoppen – besonders für SchülerInnen.

Wer den neuen Primark in Köln trotz aller negativen Aspekte besuchen möchte, dem empfehle ich noch ein paar Tage zu warten. Zur Zeit ist es kein großer Spass sich durch die Gänge zu quetschen. Entfernt von aller Kritik hatte ich einen tollen Tag mit leckerem Essen, vielen lieben Bloggerinnen, bekannten und neuen Gesichtern und daher ist so ein Event nach wie vor immer aufregend.

Wie sieht es mit euch aus? Kauft ihr bei Primark? Wie steht ihr zu dem Textildiscounter? Eure Meinung interessiert mich sehr!

Alles Liebe an euch

/// Lara ///

 

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7 Comments

  1. Saskia

    19. Mai 2014 at 18:14

    Wie Kleidung hergestellt wird ist mir nicht völlig egal. Aber natürlich hat auch mich Primark schon mehrmals in seine Filialen gelockt. Ich kaufe auch nur Sachen, die ich wirklich haben möchte. Also keine Sachen, die ich nach einmal tragen weg werfe oder weg werfen muss… Das ist ein verdammt heißes Thema…

    Reply

  2. Kirsten

    19. Mai 2014 at 23:06

    Ich war einmal bei Primark, kurz nachdem es aufgemacht hat und habe ein paar Sachen gekauft, aber mich haben sowohl die Menschenmassen als auch die teilweise echt miese Qualität eher abgeschreckt. Ich war seitdem nicht mehr dort und ich kaufe grundsätzlich nicht bei Sheinside und diesen ganzen gehypten Asia-Stores, denn da werden die Arbeitsbedingungen auch nicht besser sein. Da nähe ich doch lieber selbst:-)
    Liebe Grüße
    Kirsten

    http://www.thedressbakery.blogspot.com

    Reply

  3. Stella

    20. Mai 2014 at 17:44

    Du siehst zauberhaft aus. Ja, die Zielgruppe schert sich nicht. Das verhält sich ähnlich bei dem Verzehr von Fleisch sowie bei Tierversuchen. Schade. Dabei könnten die Konsumenten so Druck ausüben. Die Klamotten von Primark mag ich allerdings auch. Nur kauf ich sehr sehr selten da.

    Küsschen

    http://www.sugarpopfashion.com

    Reply

  4. Steffs Welt

    20. Mai 2014 at 22:42

    Ich würde auch gern mal in einem Primark shoppen.
    Leider haben wir keinen auch nur in der Nähe.
    Sicher ist es nicht gut, wie die Klamotten hergestellt werden, doch das weiß ich bei Markenkleidung leider auch nicht.

    Reply

  5. Martin

    20. Mai 2014 at 22:47

    Dein Outfit für den Anlass ist der Hammer!!! Aber 2500 Menschen?? Hilfe..bei solchen Massen würde ich Panik bekommen. Ich war noch NIE bei Primark 😀

    Wirklich ein schöner Bericht!!

    http://www.look-scout.de

    Reply

  6. Jane Doe

    23. Mai 2014 at 12:57

    Keine Baumwolle. Keine Kunstfaser. Und was – unter Berücksichtigung der Bedarfe – dann?
    Das aktuelle & frühere Outfits sind frei von Kunstfaser und Baumwolle? …

    Reply

  7. Minnja

    29. Mai 2014 at 3:25

    Was ein Menschenauflauf, hilfe !!! Da sage ich, GsD war ich nicht dabei. Dennoch in der Zeit habe ich den Laden mal besucht und ich war überrascht, wie groß er ist. Leider ist die Herstellung der Sachen unterste Schublade. Jedenfalls du sahst zur Eröffnung klasse aus! Liebst Minnja

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Lara - Düsseldorf - Germany, loves: fashion and lifestyling, adores: Valentino, Blair Waldorf and her bf.

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